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Die frühen Skalden-Lieder Die Götter der Germanen - Band 78. von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Die frühen Skalden-Lieder

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben. Das Buch In diesem Band werden die Lieder 'Ragnarsdrapa', 'Thor-Lied', 'Thorsdrapa', 'Haustlöng', 'Odins Rabenzauber', 'Darradarliod', 'Eiriksmal', 'Hakonarmal', 'Sonatorrek' und 'Die Ruine' in lyrischer und mythologischer Hinsicht ausführlich dargestellt und erläutert. Dabei wird der Reichtum an Formen und an Inhalten der frühen Skaldenlieder deutlich sichtbar, der von einer ausgefeilten Vielfalt an Reim-Formen über mythologische Bildern bis hin zu derben politisch-sexuellen Anspielungen reicht. Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 244
    Erscheinungsdatum: 29.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743129634
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 9291kBytes
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Die frühen Skalden-Lieder

II 1. Bragi Boddason: Ragnarsdrapa

ca. 840 n. Chr.

Bragi Boddason, der auch "Bragi inn gamli", d.h. "Bragi der Alte" genannt wurde, wird als der Begründer der höfischen Dichtkunst der Skalden angesehen. Möglicherweise ist Bragi, der germanische Ase der Dichtkunst, eine Vergöttlichung dieses Dichters. Vielleicht haben beide aber auch nur zufälligerweise denselben Namen ...

Die "Ragnarsdrapa" ist ein Danklied an den Fürsten Ragnar für den Prunkschild, den Bragi vermutlich von ihm erhalten hat.

Dieses Lied ist im "Dróttkvaett"-Stil ("höfischer Stil") verfaßt worden. Die poetischen Stilmittel dieser und der in den späteren Kapiteln dargestellten Formen sind in den Originaltexten wie folgt gekennzeichnet:

Doppelverse sind durch eine Lücke getrennt,
Silbenzahl: in Klammern vor dem Vers,
Stabreim: fette Buchstaben,
Vollreim: unterstrichen und gerade Buchstaben,
Halbreim: unterstrichen und kursive Buchstaben.
In dem Kasten rechts neben dem Originaltext sind die lyrischen Strukturen des Textes kurz beschrieben.

Im folgenden wird immer je eine Halbstrophe betrachtet, die in der Ragnarsdrapa fast immer einen abgeschlossenen Satz bildet.

Die Ragnarsdrapa enthält folgende Themen:

Einleitung
Die Völsungen-Saga
Freya (Die Saga über Hedin und Högni)
Gefion
Thor und Jörmungandr
Thiazi
Schluß
Die folgende Tabelle zeigt den Satzbau in den Strophen der Ragnarsdrapa. Die hellgraue und die dunkelgraue Farbe zeigt jeweils einen Satzteil. Die Strophe 1 (Einleitung) besteht z.B. aus einem Vier-Zeilen-Satz (dunkelgrau) und einem zweiten Vier-Zeilen-Satz (hellgrau). Strophe 3 besteht aus einem Vier-Zeilen-Satz und zwei Zwei-Zeilen-Sätzen. Strophe 9 besteht aus einem Acht-Zeilen-Satz.

Der zweite Satz von Strophe 4 endet erst mit den beiden Zeilen in Strophe 5: Er ist ein Sechs-Zeilen-Satz, der sich über zwei Strophen erstreckt. Dies ist jedoch der einzige Verstoß gegen die Regel, daß Sätze mit dem Strophenende enden müssen.

Durch die Anordnung der Themen in jeweils eigenen Spalten haben sich vier "weiße Flächen" von der Größe einer Halbstrophe ergeben, da die Themen z.T. nicht mit der Strophe, sondern mit der Halbstrophe enden.
II 1. a) Einleitung

Willst Du hören, Raben-Kessel,

wie ich die Flecken-bedeckte Sohlen-Klinge

des Diebes der Thrudr

und meinen Fürsten mit Geschick preise?

Der Name "Raben-Kessel" könnte zwar ein Eigenname ("Hrafna-Ketill") sein, aber da nicht bekannt ist, daß der Fürst Ragna Lodbröck so genannt worden ist, wird dies eine Kenning sein, die in etwa "Kessel mit dem Göttermet des Rabengottes Odin" bedeuten könnte und dann sowohl den Fürsten als den bezeichnen, der seinen Gästen Met anbietet, als auch eine Anspielung darauf sein, daß die Großzügigkeit des Fürsten es erst ermöglicht, daß der Skalde Bragi seine durch die Inspiration des Göttermets entstandenen Verse dichten und vortragen kann.

Die "Sohlen-Klinge" ist ein Schild: Die "Klinge" ist eine Waffe und die Waffe, die sich unter der "Sohle" befindet, ist der Schild des Riesen Hrungnir, auf die er sich stellte, als er von Thor angegriffen wurde. Daß Thors Tochter "Thrudr" entführt worden ist, ist ansonsten nicht bekannt. Lediglich der Zwerg Alwis hat einmal um sie geworben - aber hat das aufgrund einer List des Thor nicht überlebt. Anscheinend spielte auch in dieser Thrudr-Mythe ein Schild eine wichtige Rolle. Da Hrungnir Thrudrs Mutter Sif und die Asin Freya entführen wollte, scheint es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Mythen zu geben. Die Beschreibung des Schildes als "Fleckenbedeckt" bezieht sich auf die Bilder auf ihm.

Will Sigurds berühmter S

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