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Runen Die Götter der Germanen - Band 72. von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Runen

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben. Das Buch Zu den Runen gibt es eine Vielfalt von Überlieferungen, dessen größter Teil aus 'Merksprüchen' und mythologischen Anspielungen besteht. Ein Teil beschreibt jedoch auch die Art der Magie, für die die Runen verwendet worden sind. In diesem Band wird die gesamte erhaltene Überlieferung zu den 35 Runen zusammengefasst und verglichen. Einige von ihnen wie die Tyr-Rune lassen sich bis in die Zeit ihrer Entstehung zwischen 100 v.Chr. und 100 n.Chr. zurückverfolgen, über andere wie die Stan-Rune ist kaum mehr als ihr Name bekannt, und über wieder andere wie die Thorn-Rune gibt es reichlich Beschreibungen ihrer Anwendung.

Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 22.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743168442
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2073kBytes
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Runen

I C 1. Die 1. Rune des Futhark-Alphabeths
"fehu"

I C 1. a) Die Bedeutung des Runen-Namens "fehu"

Das altnordische "fe" bedeutet "Vieh" und vor allem "Schafe", da in den Nordländern Schafe am leichtesten gehalten werden konnten. Dieser Begriff konnte aber auch verallgemeinernd "Herden, Besitz, Gold, Geld" bedeuten.

Das Substantiv "fe" stammt von dem germanischen "fehu" für "Schaf, Vieh, bewegliches Hab und Gut" ab.

Die indogermanische Wurzel dieses Begriffes ist "peku" für "Geschorenes, Schaf, Vieh, Wolle, Vlies, Haar", das eine Bildung zu dem Verb "pek" für "zupfen, scheren" ist.

Diese Wortwurzel läßt sich noch deutlich in dem lateinischen Substantiv "pecunia" für "Geld, Vermögen" erkennen, das eine Bildung zu "pecus" für "Schaf, Schafherde, Vieh" ist.

"Fe" ist somit vor allem eine Rune des Wohlstandes.

Es ist aber auch die Assoziation zu der Zeugungskraft und der Fruchtbarkeit der Herdentiere denkbar, die eben aufgrund dieser Eigenschaft große Herden bilden können.

Daran schließt dann mit recht großer Sicherheit die Assoziation zu den für die Jenseitsreisenden geopferten Herdentieren (Pferde, Hirsche, Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine) an.

Auch die Göttinnen in Tiergestalt wie die Jenseits-Riesin Sinmara, die die Frau des Tyr-Surt ist, solche mythologischen Gestalten wie die Urkuh Audhumbla und der eng mit dem Göttervater verbundene "Sonnenhirsch" werden in den Umkreis der Rune "Fehu" gehören.

I C 1. b) Das Runenlied aus dem Havamal

Odin:

"Lieder weiß ich, die kein Weib des Königs

und kein Menschenkind kennt.

Hilfe verheißt mir eins, denn zu helfen vermag es

In Streiten und Zwisten und jeglicher Not."

Die Fa-Rune wird von Odin als eine allgemeine Hilfsrune in jeglicher Not geschildert, wobei diese Art von Not insbesondere Streit und somit wohl auch Kämpfe sind.

I C 1. c) Das Sigdrifa-Lied

In diesem Lied gibt es zwei Stellen, die sich auf die Fa-Rune beziehen könnten:

Sigrdrifa:

"Denkrunen schneide, willst Du klüger erscheinen

als ein anderer Mann."

Es ist keinesfalls sicher, daß diese beiden Zeilen zur Fa-Rune gehören, aber zum Schlichten von Streits u.ä. ist die Fähigkeit zu denken auf jeden Fall notwendig.

Die zweite Textstelle bezieht sich auf die Bedeutung "Wohlstand" der Runen-Namens "Fehu".

Sigdrifa:

" (Die Runen stehen)

auf Gold und Glas, auf dem Glück der Menschen. "

I C 1. d) Isländisches Runengedicht

Dieses Lied besteht aus je vier Zeilen mit Stabreim zu jeder Rune.

Das erste Wort in der ersten Zeile ist der germanische Runen-Name.

Das erste Wort in der vierten Zeile ist jeweils die lateinische Übersetzung dieses Wortes, auf das dann jeweils ein alter isländischer Königstitel folgt.

"Fe" (Gold) ist der Freunde Streit

und das Feuer der Flut-Zeit

und der Pfad des Grab-Fisches.

Gold-Heerführer.

Geld bringt selbst unter Freunden und Verwandten Streit.

Das "Feuer in der Flut" ist eine Gold-Kenning, die auf dem Motiv "goldene Sonne in der Wasserunterwelt" beruht.

Ein "Grab-Fisch" ist eine Schlange und der "Pfad der Schlange" ist das Hügelgrab, in dem der Totengeist in der Gestalt einer Schlange lebt und dort (als Drache) seine goldenen Grabbeigaben bewacht - sofern sie ihm noch nicht geraubt worden sind.

Schließlich braucht ein Heerführer Gold, um seine Männer zu bezahlen.

Dieses Lied betrachtet Die Fa-Rune vor allem als eine Gold-Rune. Das Gold der Fürsten entspricht dem Vieh der Bauern als Ausdruck des Reichtums.

Diese Auff

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