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Tyr in der Unterwelt: Der Schmied Wieland Die Götter der Germanen - Band 4. von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Tyr in der Unterwelt: Der Schmied Wieland

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben, Das Buch Der Schmied Wieland ist die Sagen-Variante des ehemaligen Sonnengott-Göttervaters Tyr in der Unterwelt. Tyr wurde in jedem Herbst von dem Wintergott Loki getötet, wobei auch Tyrs Schwert zerbrach, das er dann in der Unterwelt neu schmiedete. Im Frühjahr kehrte er dann in das Diesseits zurück und besiegte seinerseits Loki - ein endloser Zyklus, der die Entstehung der Jahreszeiten beschrieb. Später hat Tyr-Wieland dann die Schmiedetätigkeit auf seine beiden Söhne übertragen, die im Jenseits zu zwei Zwergen wurden - von ihnen stammt die Vorstellung ab, dass die Zwerge gute Schmiede sind.

Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 228
    Erscheinungsdatum: 28.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741278518
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 11044kBytes
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Tyr in der Unterwelt: Der Schmied Wieland

I 2. Wieland im Völund-Lied (Edda)

In der Edda (1220 n.Chr.) ist ein ganzes Lied dem Schmied Wieland (Völundr) gewidmet, das recht verschiedene Szenen enthält. Es liegt daher nahe, die Betrachtung von Wieland dem Schmied mit diesem Lied zu beginnen.

Da Lieder sind in der Edda von den allgemeinen Mythen-Liedern über die Götter-Lieder zu den Helden-Liedern hin angeordnet. Das Wieland-Lied folgt auf das letzte Götterlied und wurde daher anscheinend als ein "halb-mythologisches Lied" empfunden. Es ist also anzunehmen, daß Wieland um 1200 n.Chr. noch teilweise als eine mythologishe Gestalt angesehen worden ist.

Nidud hieß ein König in Schweden. Er hatte zwei Söhne und eine Tochter; die hieß Bödwild.

Drei Brüder waren Söhne des Finnenkönigs; der eine hieß Slagfid, der andere Egil, der dritte Wölund.

Die Namen in dieser Einleitung haben folgende Bedeutung:

Nidud, König von Schweden: Variante von Nidad, "der Niedere" (Unterwelt) = Beiname des Loki

Bödwild: "Bödwild" könnte sich aus "bedjan" für "bitten" und aus "wild" für "Wille, Wunsch" zusammen. Das ergäbe "Wunsch-Bitte", was offenbar kein sinnvoller Name ist. In dem ca. 200 Jahre älteren Lied Lied "Deor" wird sie "Beadohild": "beado" (germanisch: "badja") für "Bettgenossin" und aus "hild" für "Kampf" zusammen. Dies ist anscheinend der Name einer Walküre, die auch die Jenseitsgöttin als Wiederzeugungs-Geliebte ist.

Slagfid, Sohn des Königs von Finnland: "schlagender Finne" = "Krieger-Wanderer"

Egil, Bogenschütze, Sohn des Königs von Finnland: "der Spitze"

Wölund, Schmied, Sohn des Königs von Finnland: "kunstfertiger Handwerker"

Die drei Söhne des finnischen Königs sind ihren Namen nach zu urteilen alle in einer Sache besonders geschickt: Slagfid im Kampf, Egil im Bogenschießen und Wölund im Schmieden. Diese Dreiheit erinnert an Odin, Wili und Ve in der germanischen Schöpfungsgeschichte. Vermutlich stellen diese drei Königssöhne daher eine größere Ganzheit dar.

Odin wurde im Germanischen "Woden" genannt, woraus im Altnordischen "Odin" und bei den Germanen südlich von Dänemark "Wotan" wurde. Die Namen der drei Asen bildeten daher ursprünglich einen Stabreim: "Woden, Wili, We" (Das "w" und das "v" wurde im Germanischen nicht unterschieden.)

Dieser Stabreim läßt vermuten, daß es sich bei den drei Asen um eine grundlegende Dreiheit handelt. Sie könnten den drei sozialen Ständen entsprechen: Krieger/Fürsten, Priester/Heiler und Bauern/Handwerker.

Wili und Wieland sind vom Wort her sehr ähnlich. "Wili" leitet sich über "welja, wilja" für "wollen, wünschen, wählen" von indogermanisch "wel" mit derselben Bedeutung ab. Ob das dem "Wilu" (Handwerker) zugrundeliegende "wel" ("drehen") mit dem "wel" ("wollen"), von dem sich "Wili" ableitet, identisch ist, ist nicht sicher, aber doch gut denkbar. Es ist zumindestens sehr wahrscheinlich, daß die Germanen "Wili" und "Wilu" als nah verwandt angesehen haben. Es ist auch gut denkbar, daß der Name des Schmiedes "Wieland" in der Sage von dem Namen des Gottes "Wili" in den Mythen abgeleitet worden ist.

Die Zuordnung von Egil zu den Kriegern ist recht wahrscheinlich, aber nicht ganz sicher. Da Egil aber in vielen späteren Sagen über Dietrich von Bern bis hin zu Wilhelm Tell die Rolle des fähigen Kriegers und Meister-Bogenschützen hat, wird diese Zuordnung aber doch ausreichend verläßlich sein.

Für den Priester ("We") bleibt somit Slagfid übrig, der jedoch keinen sehr passenden Namen für einen Priester hat - möglicherweise ist seine ursprüngliche Funktion zur Zeit der Niederschrift der Edda schon undeutlich geworden. Seine Umdeutung als Kämpfer entspricht der Betonung des Schmiedehandwerks bezüglich des Standes der Bauern und Handwerkern, da die Schmiede auch die Waffen der Krieger herstellten.

Eine solche allgeme

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