text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Einfach - Sprachen - Lernen Universalkonzepte für den optimalen Fremdsprachenunterricht von Reineck, Natia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.05.2016
  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
eBook (PDF)
23,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Einfach - Sprachen - Lernen

Lehrende von Fremdsprachen, insbesondere von 'kleineren' Sprachen, wie zum Beispiel dem Georgischen, stehen nicht selten vor der Herausforderung, die hierzu passenden Lehr- und Lernmethoden für ihren Unterricht zu finden. Im Idealfall sollten es Methoden sein, die die Lernenden mit anhaltender Freude und Motivation dauerhaft zum Erfolg führen. Hierbei übernimmt der Transfer der sprachenübergreifenden Methoden eine zentrale Rolle. Kleine Sprachen können so von den Erfahrungen der großen Sprachen profitieren und die dort bewährten Methoden für sich übernehmen. Wie also können Wörter so gelernt werden, dass man sie nie wieder vergisst? Welche Lernstrategien haben sich hierbei besonders bewährt? Und welche Übungstypen machen den Lernenden am meisten Spaß und sind gerade deshalb als besonders produktiv einzustufen? Natia Reineck lässt hier keine Fragen offen. Gespickt mit Tipps, Tricks und didaktischen Empfehlungen wird so beides - das Lehren wie das Lernen von Fremdsprachen - zur spielerischen Herausforderung.

Produktinformationen

Weiterlesen weniger lesen

Einfach - Sprachen - Lernen

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

Internationale Forschungen zu allgemeinen Lerntheorien, zum Zweit- bzw. Fremdsprachenerwerb, zur Lernpsychologie oder Pädagogik nehmen in der heutigen globalisierten Welt immer stärker Bezug aufeinander. All diese Forschungen erheben den Anspruch auf Universalität. Im Erstsprachenerwerb gibt es Universalien, die für alle Sprachen gelten, so auch für Georgisch (Theorie der angeborenen Universalgrammatik von Chomsky 1981, 1995). So drängt sich die Vermutung auf, falls es universelle Methoden für den Fremdsprachenerwerb gibt, gelten diese auch für das Georgische. Je kleiner eine Sprache ist, desto weniger wird sie in internationalen Foren repräsentiert. Georgisch ist eine kleine und wenig gelernte Sprache und die internationalen Entwicklungen werden wenig in die eigene Fachforschung einbezogen. In den letzten Jahrzehnten beschäftigt sich die Fachdidaktik immer stärker mit einem umfassenden Konzept des Lehrens und Lernens aller Fremdsprachen. Ausdruck dafür sind die Publikationen, wie die allgemeinen Handbücher zum Fremdsprachenerwerb oder die "Frühjahrskonferenz zur Erforschung des Fremdsprachenunterrichts", deren Autoren in ihren Aufsätzen im Jahr 2008 die Frage nach dem "Verhältnis zwischen sprachspezifischen, auf eine bestimmte Sprache bezogenen, und sprachenübergreifenden, nicht auf eine spezielle Sprache gerichteten Konzepten im Hinblick auf die Erforschung des Lernens und Lehrens von Sprachen" (Bausch u.a.. 2008, 7) diskutiert haben. Die Existenz der Lernuniversalien und deren Bedeutung in der Forschung ist unbestritten (vgl. Ahrens 2008, 11). Erkenntnisse aus den Bezugsdisziplinen wie Psychologie, Neurologie, Linguistik, Soziologie und Erziehungswissenschaften sind für alle Sprachen gleichermaßen relevant.

Ziele der Arbeit sind die Überprüfung des Potenzials der Anwendung sprachenübergreifender methodischer Konzepte auf Georgisch als Fremdsprache (GaF). Dabei stellt sich die Frage, ob dieses Vorgehen als eine Globalisierung in Form einer Verdrängung der lokalen Lehrtraditionen oder eines positiven Methodentransfers zu werten wäre. Daraus abgeleitet ergeben sich weitere Fragen:

- Kann man aus der gut erforschten Didaktik anderer Sprachen, wie Deutsch, Forschungsergebnisse auf Georgisch als Fremdsprache übertragen?

- Welche Erkenntnisse können aus der Didaktik anderer Sprachen gewonnen werden?

- Welche Lernsequenzen, Modelle bzw. Ansätze sind übertragbar und in welche Felder und Bereiche könnten sie übertragen werden?

- Wo gibt es Grenzen der Übertragbarkeit bzw. welche Kriterien markieren die Übertragbarkeit?

- Und wie sehen solche Übertragungen konkret aus, z.B. in Bezug auf Lernstrategien und Übungsformen?

Ein guter Ansatzpunkt sind die Themen der Frühjahrskonferenz, in die die Kompetenz der Didaktik-Lehrstühle in mind. sechs Sprachen gebündelt wird. Daraus lassen sich zahlreiche sprachenübergreifende Ansätze ableiten. Grundsätzlich sind alle Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung universell, z.B. die empirischen Forschungen zum Fremdsprachenerwerb, die Entwicklung von Sprachlerntheorien, die Arbeiten zu den einzelnen Kompetenzen (z.B. Hör-Seh-Verstehensmodelle), zum Fremdverstehen/interkulturellen Lernen oder Konzepte zum bilingualen Sachfachunterricht, zum Frühbeginn, zur Aufgaben- und Kompetenzorientierung und auch die Forschungen zu didaktischen Prinzipien, wie z.B. Handlungsorientierung, Autonomieförderung, Kreativitätsförderung, Öffnung von Unterricht etc. Alle diese Theorien sind universell und erst in einem konkreten Fall kann deren Übertragbarkeit überprüft werden. So sollten die Ausdifferenzierung und Konkretisierung der sprachenübergreifenden Konzepte, sowie deren empirische Erprobung und Überprüfung in den einzelsprachspezifischen Lehr-/Lernkontexten erfolgen, um Bedingungen und Methoden des Transfers zu unte

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen