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Friedrich Dürrenmatts Theaterstücke. Erläuterungen zu 'Die Physiker' und 'Der Besuch der alten Dame' Erläuterungen zu 'Die Physiker' und 'Der Besuch der alten Dame' von Altzschner, Catrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.09.2013
  • Verlag: Science Factory
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Friedrich Dürrenmatts Theaterstücke. Erläuterungen zu 'Die Physiker' und 'Der Besuch der alten Dame'

Fachbuch aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dürrenmatt hat mit seinen Stücken das Theater revolutioniert. Die Tragödie im klassischen Sinn ist für ihn überholt, stattdessen soll das Tragische in der Komödie zum Ausdruck kommen. Grotesk ist hier das Stichwort, das Mittel, dessen er sich für seine Theaterstücke bedient. In diesem Band erfahren Sie mehr über Dürrenmatts Poetik der Komödie. Im Speziellen werden dabei 'Die Physiker' und 'Der Besuch der alten Dame' unter die Lupe genommen. Aus dem Inhalt: Poetik der Komödie, 'Die Physiker', 'Der Besuch der alten Dame', Dramentheoretische Studien und Deutungsversuche, Das Groteske

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 149
    Erscheinungsdatum: 27.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656503088
    Verlag: Science Factory
    Größe: 267 kBytes
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Friedrich Dürrenmatts Theaterstücke. Erläuterungen zu 'Die Physiker' und 'Der Besuch der alten Dame'

Vorwort

1956 erschien von Robert Jungk das Buch " Heller als tausend Sonnen ", das sich mit der Entwicklung der Atombombe (dem Manhattan-Projekt) und dem Schicksal der daran beteiligten Forscher befasste. Dürrenmatt verfasste 1957 eine Rezension dieses Buchs für " Die Weltwoche " und baute seine Gedanken später in "Die Physiker" ein.

Mit diesem Stück sollte Dürrenmatt einen Erfolg von Weltrang erlangen. Die Genesis dieser arglistigen Komödie fiel in die Zeit des Baus der Berliner Mauer, der Zeit des Kalten Krieges und nur unerhebliche Monate nach der Uraufführung sollte es zur Kuba-Krise kommen. Am 21. Februar 1962 findet die Uraufführung im Züricher Schauspielhaus statt. Die Weltformel ward von dem genialen Physiker Möbius entdeckt worden. Dieser fürchtet sich jedoch diese Erkenntnis zur Vernichtung der Erde in die Hände einer moralisch degenerierten Menschheit fallen zu lassen. Möbius versteckt sich vor den Folgen seiner Forschungen in der Nervenheilanstalt und spielt den Irren. Was er aber nicht weiß ist, dass zwei politische Geheimdienste ihm auf der Spur sind. Am Ende bleibt nur eine Erkenntnis: Was einmal je gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.

Medienberichte über eine so genannte neue atomare Bedrohung im Nahen Osten lassen "Die Physiker" in neuem Licht erscheinen, auch die Entwicklung der Gentechnologie stellt erneut und verstärkt die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft, was nicht zuletzt als Anreiz gesehen werden kann, sich erneut mit diesem brisanten Theaterstück auseinander zu setzen.

Die vorliegende Arbeit widmet sich unter Berücksichtigung des historischen Kontexts thematischen und formalen Aspekten des Schauspiels "Die Physiker". Wichtigsten theoretische und dramaturgische Merkmale der vom Autor entwickelten Theaterform sollen dabei aufgegriffen werden.

Das erste Kapitel der Ausarbeitung beschäftigt sich mit eben jenem theoretischen Teil, der Dramentheorie. Unter dem Abschnitt "Bauelemente des Dramas und dramaturgische Bergriffe" sollen allgemeingültige Termini erklärt und wenn möglich auf das Konzept Dürrenmatts und explizit auf "Die Physiker" übertragen werden. Besonders das antike Drama nach Aristoteles und dessen drei Einheiten von Ort, Zeit und Handlung stehen dabei im Vordergrund. Gefolgt wird dieses Unterkapitel von den Untersuchungen von "Theorie und Wirkungsabsicht des Dramas" . Chronologisch der Historie folgend werden hier Wirkungsabsichten und Dramenkonzeptionen von Aristoteles, über Lessing bis zum epischen Theater Brechts skizziert. Teils im Vergleich, teils in Abgrenzung dazu dient dieses Kapitel vor allem der Darstellung Dürrenmatts eigenen Gedankengängen zum Drama. Insbesondere Dürrenmatts Wirklichkeitsidee, Welt- und Geschichtsvorstellung, die untrennbar mit dem Symbol des Labyrinths verbunden ist, soll erarbeitet werden. Eine exponierte Stellung nimmt der das Absurde in der Dramentheorie Dürrenmatts ein und soll auch als solches besonderes in die Betrachtung einfließen.

Im dritten und vorletzten Kapitel sollen eben jene erarbeiteten theoretischen Ansätze auf das Theaterstück "Die Physiker" übertragen und dieses auf Basis dieses Wissens und unter Berücksichtigung des historischen Hintergrunds, interpretiert werden.
"Die Physiker" im Blickwinkel der Dramentheorie

Bauelemente des Dramas und dramaturgische Begriffe

"Die Physiker" sind als Drama angelegt. Das heißt, es handelt sich um ein Durchspiel von Lebensmöglichkeiten, einer Darstellung einer Textvorlage im Bühnenraum, deren Textfunktion dur

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