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Mundart in Obermeiser von Adolf, Jütte (eBook)

  • Erschienen: 14.01.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Mundart in Obermeiser

Der Autor führt ein in die Mundart = Platt des kleinen Ortes Obermeiser, der zur Großgemeinde Calden im Landkreis Kassel gehört. An Beispielen einer Reihe von selbst erstellten Prosatexten und Gedichten wird die Mundart des kleinen Ortes (ca. 500 Einwohner) vorgeführt. Hierbei werden zum besseren Verständnis jeweils die Texte in Mundart und in Hochdeutsch nebeneinander gestellt. Ein umfangreiches Wörterbuch, platt - hochdeutsch und hochdeutsch - platt, bezogen auf obige Texte, ergänzt diese Arbeit. Ein Tonträger, auf dem die angefügten Texte im Öwrmeiserer Platt gesprochen sind, kann zusätzlich vom Autor erworben werden (siehe Vorwort). Der Autor, von Beruf Zimmermeister, ist zwar nicht in Obermeiser geboren, wohnt aber bereits seit dem 6. Lebensjahr in diesem Ort und hat das Öwrmeiserer Platt praktisch als Muttersprache gelernt.

Der Autor, von Beruf Zimmermeister, ist zwar nicht in Obermeiser geboren, wohnt aber bereits seit dem 6. Lebensjahr in diesem Ort und hat das Öwrmeiserer Platt praktisch als Muttersprache gelernt.

Produktinformationen

    Größe: 1924kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Untertitel: Öwrmeisrer Platt.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 168
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783739266527
    Erschienen: 14.01.2016
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Mundart in Obermeiser

3 Gedichte

3.1 Heimat

3.1.1 Öwrmeisr, usse to Reme

Watt iss denn schon an Öwrmeisr?

So Dörpre gidet ollerwägn,

Un trozdemm iss 't usse t'Reme,

Datt mott ick ümmr widdr sägn.

Wie hat als Blagn hie gspillt,

Wie warn Räubr un Schandarme.

Im Sommr wennt schön warme war,

Fengn w' Kühlköpe in dr Warme.

Schliddn gfahrn am Müllnberge,

Im Fulenbroke Salemandr gfungn.

An dr Stenrnbrüje war Schlägrije,

Wenn w' na Westufln in d' Pare gungn.

De Frucht gsäjt un garnt,

Katufln gplantet un utgmacht,

Gfrijt, de Blagn graut gtogn,

So hawwt Liwwn hie vrbracht.

M' förrt auk gärn ma Patt ut,

Wo freur Künije warn un Kaisr.

Doch frogt m' sick wennt na Heme geit

Retur an de Warme na Öwrmeisr.

3.1.2 Obermeiser, unser zu Hause

Was ist denn schon an Obermeiser?

So Dörfer gibt es überall.

Es ist und bleibt unser zu Hause,

Was auch geschieht, in jedem Fall.

Als Kinder haben wir hier gespielt.

Wir waren Räuber und Gendarme.

Bei schönem warmen Sommerwetter

Fingen wir Frösche in der Warme.

Schlitten gefahren am Mühlenberg,

Im "Faulenbruch" Salamander gefangen.

An der "Steinernen Brücke" gab's Schlägerei,

Wenn wir nach Westuffeln zum Pfarrer gegangen.

Getreide gesät und reif geerntet,

Kartoffeln gepflanzt und ausgemacht.

Geheiratet, die Kinder groß gezogen,

So haben wir 's Leben hier verbracht.

Man fuhr auch gerne mal dort hin,

Wo früher Könige lebten und Kaiser.

Doch freute man sich, wenn 's nach Hause ging,

Zurück an die Warme nach Obermeiser.

Äff ick dörrt Iglsbedde laupe,

Odr n' Lingrfeldwerch raff gah.

Dörrn Ringlsbug öwwrn Danzplaz,

Odr am Rammlsberge stah.

Ick gah auk gärn ma öwwr de Rische

Auk olzn öwwr de Insl na Heme

In Öwrmeisr isst öwwroll schöne

Öwrmeisr iss usse t'Reme!

Wandre ich mal durch 's Igelsbett,

Oder den Linderfeldweg entlang,

Durch den Ringelsbuch übern Tanzeplatz,

Oder den Rammelsberg am Hang,

Ich gehe auch gern mal über die Rische,

Oder mach' auf der Insel ne Pause.

In Obermeiser ist 's überall schön,

Obermeiser ist unser zu Hause!

3.2 Ernte

3.2.1 De Fruchtarne vergistern un dünndach

Jez süht me im Felle nemsen mei

De dünne tüt odr wengt et Heu.

Kinnr dünndach datt nau kent

Im Felle süht me nur Deutz un Fendt

Wenn me im Sommr öwwr de Fellere geit,

Bie manchen Plänen en Anhängr steit.

Me da en Mähdreschr mäjn süht,

De hingr sick herr ne Staufwolke tüt.

Uterdem dreppt m' nemsn an

Höchstens n Paar biem Spazern gahn.

De Kleenburn sied ut dr Mode gkommn

Erre Land hat de Grautn öwwrnomm'n.

Kohburn gidet jez nergnwo.

De kleenen Molkrign hat auk olle to.

Vill hät sick gänrt in dr Welt.

De vom Dorpe verdent jez wo angr et Geld.

Bvärr de Tiet de Mähdreschr gbracht,

Wor de Frucht mit 'm Bingr affgmacht.

Värr en grautn Bingr datt is klar,

Spannte me dre Güle, datt gin auk schwar.

3.2.2 Die Getreideernte vorgestern und heute

Im Felde heute man niemand mehr sieht,

Der 's Heu selbst wendet oder Rüben verzieht.

Keiner mehr diese Handarbeit kennt.

Im Felde sieht man nur Deutz oder Fend.

Wenn man im Sommer über die Fluren geht,

Bei manchen Feldern ein Anhänger steht.

Man da einen Mähdrescher mähen sieht,

Der hinter sich her ne Staubwolke zieht.

Ansonsten wird man niemanden seh'n,

Höchstens ein Paar beim Spazieren geh'n.

Die Kleinbauern sind aus der Mode gekommen,

Ihr L

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