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'Karambolage' im Sendekonzept von ARTE von Bauch, Martin Marcel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.04.2006
  • Verlag: GRIN Verlag
eBook (ePUB)
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'Karambolage' im Sendekonzept von ARTE

Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Landeskunde / Kultur, Note: 1,5, Technische Universität Chemnitz (Philosophische Fakultät), 61 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick in die Entwicklung des Fernsehsenders ARTE liefern. Dabei wird, neben der Geschichte dieses Projektes, anhand der Empfangsmöglichkeiten und der Marktanteile aufgezeigt, inwieweit er als europäischer Kulturkanal etabliert und akzeptiert ist. Nach einer Vorstellung des Sendekonzepts und der damit verbundenen Ziele richtet sich das Hauptaugenmerk dieser Arbeit auf die Sendung 'Karambolage' als erste deutsch-französische Sendung auf inhaltlicher und produktiver Ebene bei ARTE. Ein enger Zusammenhang zwischen Präsentation des Senders und 'Karambolage' ist gegeben, da die Entwicklung einer so konstruierten Sendung einen Höhepunkt in der Geschichte und den Gründungszielen von ARTE darstellt.

Um diese These zu belegen, werden anfangs Hintergründe zur Produktion und Konzeption der Sendung dargestellt. Dies ist notwendig, um zu verstehen, aus welchen Gründen die Autorin die Sendung entworfen hat und welches Ziel sie bei ARTE verfolgt.

In weiteren Kapiteln wird geklärt, welche Inhalte in 'Karambolage' präsentiert und wie diese filmisch umgesetzt werden. Diese Erläuterung erfolgt anhand einer repräsentativen Untersuchung der Beispielsendung, vom 10. Oktober 2004. Es wird dabei die Frage aufgeworfen, ob bereits die Methoden der filmischen Umsetzung zur Entwicklung eines besseren Verständnisses für die andere Kultur beim Zuschauer beitragen können.

Weiterhin wird die Frage der kulturellen Annäherung noch einmal aufgenommen und anhand der Theorie der Kulturstandards und Stereotypen untersucht. Dazu wird das Konzept der Kulturstandards in Hinblick auf Stereotype und Vorurteile zunächst allgemein erklärt und ihre Bedeutung erläutert.

Den Abschluss der Arbeit bildet eine Vorausschau auf die Zukunft der Sendung bei ARTE und eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse. Unser Dank gilt Thomas Gerlach von ARTE G.E.I.E. und Maija-Lene Rettig, stellvertretende Chefredakteurin von 'Karambolage', für die freundliche Unterstützung bei der Materialrecherche. Außerdem danken wir auch Prof. Ulrike Brummert für die kritische Manuskriptdurchsicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 142
    Erscheinungsdatum: 29.04.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783638496186
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V54402
    Größe: 701kBytes
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'Karambolage' im Sendekonzept von ARTE

"2.1 Überblick
Neben dem Anliegen, die kulturelle und politische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern, hatte die Gründung des Europäischen Kulturkanals ARTE ein weiteres Ziel: die technologische Kooperation beider Staaten zu verstärken.
Auf diese Weise entstand der Plan, ein deutsch-französisches Satellitenprojekt mit dem Bau der Satelliten TDF auf französischer und TV-SAT auf deutscher Seite ins Leben zu rufen.
Zum einen sollte mit der Verbreitung von ARTE über die beiden Satelliten TDF 1 [27] und TV-SAT die deutsch-französische Satellitentechnologie und die Satellitenposition auf 19° West unterstützt [28] und zum anderen die europäischen Pläne der Einführung einer HDTV-Technik [29] mit der D2-MAC-Norm [30] umgesetzt werden. [31]
Nach dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung am 29. April 1980 zum Start dieses Projekts begannen beide Staaten mit der Konstruktion der nahezu baugleichen Satelliten. Die Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich beschränkte sich jedoch lediglich auf den Bau der Satelliten. Die Nutzung der ihnen zugeteilten jeweils fünf Frequenzen auf der gleichen Satellitenposition (19° West) sollte dem jeweiligen Staat überlassen bleiben, zumindest bis der für 1994 geplante Europesat die beiden Satelliten abgelöst hätte. [32]
So kam es in Bezug auf ARTE zu den ersten Problemen, als es um die Frage der Verbreitung ging, wobei anfangs noch angestrebt wurde, ARTE nur durch TDF 1 und TV SAT in der D2-MAC-Norm zu übertragen. Frankreich kam es hier auf die Förderung dieses Prestigeprojektes der europäischen Technologie an. So konnten in der Startphase von ARTE lediglich wenige zehntausend Haushalte diesen Sender empfangen, was ARTE den Ruf eines "Blindenfernsehens" einbrachte. [33]
Inzwischen ist die Bedeutung der Ausstrahlungen in der D2-MAC-Norm stark gesunken und durch die schnelle Entwicklung von Empfangs- und Sendetechnik gelten die Hochleistungs-Rundfunksatelliten TV-SAT und TDF als überholt. [34]
Das endgültige Scheitern dieses deutsch-französischen Satellitenprojektes lag einerseits in technischen Pannen [35] und andererseits im Erfolg des ASTRA-Systems begründet. Der ASTRA-Satellit ist ein Medium-Power-Satellit, der wesentlich mehr Kanäle in PAL-Norm, in einem größeren Gebiet, bei geringerer Transponderleistung, als die direktstrahlenden Satelliten TDF und TV-SAT abstrahlen kann. [36] Durch diese Entwicklung wurden die Kosten enorm gesenkt, da bei diesem Satelliten je 16 Transponderkanäle zur Verfügung stehen und damit eine große Anzahl von Programmen, verbunden mit geringeren Kosten, gesendet werden kann. [37] Weiterhin schwächten Frankreich und Deutschland selbst ihr deutsch-französisches Satellitenprojekt, indem sie durch ein nationales Satellitensystem ASTRA Konkurrenz machen wollten. So wurde durch den Start des deutschen, ebenfalls in PAL sendenden, Kopernikus-Satelliten und des französischen Systems Télécom und durch den Rückzug von ARD und ZDF von der binationalen Satellitenkooperation, dem deutsch-französischen System ein schwerer Schlag versetzt. [38]..."

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