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Das Spanische bei Ernest Hemingway. Eine exemplarische Analyse von Bitzer, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: Studylab
eBook (ePUB)
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Das Spanische bei Ernest Hemingway. Eine exemplarische Analyse

Diese Staatsarbeit setzt sich mit 'dem Spanischen' bei Hemingway auseinander. Da sein literarisches Werk enorm und die Analysen seines Werks sowie seines Lebens zahlreich sind, wird hier nur die für ihn besonders produktive Zeit des Spanischen Bürgerkriegs im Vordergrund stehen. Diese Zeit stellt einen wichtigen Einschnitt in seinem Leben dar, in der er, durch die Einbindung in die spanische Sozialisation, fremde gesellschaftliche Werte annahm und seine Denkweise so veränderte, dass sich in seiner Literatur ein klarer Bruch erkennen lässt. Durch seine kulturelle Sozialisierung in den USA erkennt Hemingway in Spanien kulturspezifische Unterschiede und divergierende Bewertungsmaßstäbe wie sie Thomas unter dem Begriff 'Kulturstandard' zusammenfasst. Hemingway adaptierte zahlreiche Aspekte der spanischen Lebensart und übernahm eine fremdländische kulturelle Identität. Dieser interkulturelle Austauschprozess führte möglicherweise dazu, dass der Autor nach der Niederlage der spanischen Republik nicht mehr außerhalb einer spanischsprachigen Region leben wollte und den fremden Kulturstandard bevorzugte. Besonders deutlich wird der Unterschied der beiden Kulturen im jeweiligen Umgang mit dem Tod (siehe Kapitel 4 und 14.2.). Nach meiner These prägten der Spanische Bürgerkrieg und 'das Spanische' Hemingway persönlich und seine Literatur mehr als jedes andere Element. Aus dem Inhalt: - Bull Fighting a Tragedy - The Turning Point - Hemingways Kurzgeschichten aus dem Bürgerkrieg - For Whom the Bell Tolls - The Spanish Earth

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946458005
    Verlag: Studylab
    Größe: 398kBytes
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Das Spanische bei Ernest Hemingway. Eine exemplarische Analyse

3. Hemingways Beziehung zu Spanien

Mit 22 Jahren wusste der abenteuerlustige Ernest Hemingway bereits, dass er Schriftsteller werden wollte und nach seinen anfänglichen Lehrjahren nicht auf Dauer in Kansas, Toronto oder Chicago bleiben wollte. Nachdem ihm bereits mit 19 Jahren der angestrebte Militärdienst auf Grund zu schwacher Augen verwehrt worden war, nutzte er kurz später seine Chance, um voll jugendlicher Naivität für das Rote Kreuz als Krankenwagenfahrer in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Weniger als zwei Monate nach seiner Abreise aus den USA wurde er (als vermutlich erster US-Amerikaner) bei Fossalta in Italien schwer verwundet und nach einiger Zeit im mailändischen Krankenhaus zurück in seinen Geburtsort Oak Park/ Illinois, gebracht. [26] Diese "curious experience of death and resurrection" sollte seine Karriere und Motive als Schriftsteller - das starke Interesse an den Themen: Tod, Gewalt, Unsterblichkeit und kriegerische Handlungen - sowie seinen persönlichen Lebensstil stark beeinflussen. [27] Nur drei Jahre später nutzte er die nächste Gelegenheit, die USA zu verlassen, als ihm sein damaliger Arbeitgeber, der Toronto Star Weekly ( TSW) , anbot, als Auslandskorrespondent nach Europa zu gehen. [28] Gemeinsam mit seiner ersten Frau Hadley schiffte er sich am 8. Dezember 1921 nach Paris ein, wählte jedoch den längeren Weg mit einem Zwischenstopp in Vigo, Galizien. Diesen ersten Kontakt mit der spanischen Halbinsel beschrieb er seinem Freund, dem Autor Sherwood Anderson, in einem Brief aus Paris euphorisch: "You ought to see the Spanish coast. Big brown mountains looking like tired dinosaurs slumped down into the sea [...] The coast of Spain is long and brown and looks very old". [29] Seit dem Moment seines ersten Betretens schien er von Spanien begeistert zu sein. Spanien sollte ihn auch zukünftig anziehen wie ein Magnet. 1923 schrieb er seinem Vater: "It is a great country. Spain, I think, is the best country in Europe". [30] Bei einer rein quantitativen Betrachtung seines literarischen Lebenswerkes fällt schnell auf, dass ein Großteil seiner Werke durch das spanische Land, seine Traditionen und Kultur, die Lebensweisen und kollektiven Werte der Einwohner sowie das politische Geschehen beeinflusst wurde. Zu dieser Zeit hatte er nachgewiesenermaßen bereits Werke von Cervantes und Blasco Ibáñez gelesen, die seine romantische Vorstellung von Spanien mitformten. [31] 1925 verbrachte Hemingway sechs geschäftige Wochen in Valencia, San Sebastian und Madrid, um seinen zweiten Roman zu schreiben. [32] Das Ergebnis, SAR , 1926 erschienen, spielt sowohl in Frankreich als auch in Spanien und verarbeitet unter anderem Hemingways Eindrücke von den Stierläufen der Fiesta de San Fermín , an denen der abenteuerlustige Schriftsteller erstmals persönlich teilgenommen hatte. Dieses Werk, das in vielen Sprachen (interessanterweise auch im britischen Englisch) unter dem spanischen Titel Fiesta veröffentlicht wurde, zeigte bereits Hemingways Affinität zur spanischen Kultur und machte ihn weltweit berühmt. [33] Es gilt heute als das klassische Werk der sogenannten Lost Generation , einer Gruppe von intellektuellen Exil-Amerikanern, zu denen Hemingway während seiner Zeit in Paris gehörte. [34] Mit Death in the Afternoon (DIA) , neben The Green Hills of Africa (GHOA) , seinem einzigen non-fiktionalen Werk aus dem Jahre 1932, machte er sich nicht nur einen Namen als a ficionado des Stierkampfes. Hemingway selbst schrieb über sein tauromachisches Lexikon: "It is intended as an introduction to the modern Spanish bullfight and attempts to explain that spectacle both emotionally and practically". [35] Schnell hatte der Autor sich zu dieser Zeit auch eine M

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