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Abdichten im Holz- und Bautenschutz Normen, Regeln und Entwicklungen. B+B FORUM Bautenschutz vom 28. bis 29. April 2011 in Wismar

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2011
  • Verlag: Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH &Co. KG
eBook (PDF)
47,20 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Abdichten im Holz- und Bautenschutz

Die neuen Tarifverträge für das Baugewerbe 2011/2012 Informieren Sie sich über die aktuellen tariflichen Änderungen! Die neue Tarifbroschüre enthält alle nach dem Ergebnis der diesjährigen Schlichtungsver-handlungen im Baugewerbe geltenden Tarifverträge sowie die für die Bauwirtschaft be-sonders wichtigen Gesetzestexte, insbesondere zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld, zum Saison-Kurzarbeitergeld sowie zum Arbeitsschutz in ihrer jeweils aktuellen Fassung. Die wesentlichen Neuerungen im Überblick: -Neue Mindestlöhne -Neue Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen -Tarifliche Neuregelungen für das Stuckgewerbe und den Feuerungs- und Schornstein-bau -Neufassung der Arbeitsstättenverordnung -Neuberechnung des Zuschlagssatzes für die Lohnzusatzkosten im Baugewerbe Die Tarifbroschüre enthält zusätzlich alle Gesetzestexte zur ganzjährigen Beschäftigung sowie die maßgeblichen Verordnungen zum Arbeitsschutz im Baugewerbe in ihrer aktuellen Fassung. Die Tarifbroschüre steht unter redaktioneller Leitung von Herrn Rechtsanwalt Harald Schröer, der als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des ZDB für die Sozial- und Tarifpolitik unmittelbar an allen Tarifverhandlungen und auch an den Verhandlungen der Zentralschlichtungsstelle für das Baugewerbe beteiligt war.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 231
    Erscheinungsdatum: 01.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783481028732
    Verlag: Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH &Co. KG
    Größe: 16271 kBytes
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Abdichten im Holz- und Bautenschutz

Wie wirkt sich die Abdichtung auf die Austrocknung von Dächern aus? – Anwendungsbeispiele (S. 101-102)

H. M. Künzel
Holzkirchen / Valley

Zusammenfassung

Abdichtungen sollen, wie ihr Name sagt, ein Dach gegen Wasser abdichten. Meist sind sie jedoch nicht nur wasserdicht sondern auch relativ dampfdicht, sodass Feuchte im Dach nur schwer nach oben austrocknen kann. Allerdings wird auch die Austrocknung nach unten von den Eigenschaften der Abdichtung beeinflusst. Der Beitrag befasst sich zunächst mit den häufig vorhandenen Feuchteeinträgen ins Dach und wie diese quantifiziert werden können. Anschließend wird untersucht welchen Einfluss der Dampfdiffusionswiderstand der Abdichtung und ihr solarer Absorptionsgrad auf die Austrocknung des Daches haben und zwar sowohl nach oben als auch nach unten.

Es zeigt sich, dass beidseitig dampfdichte Flachdächer trotz normativer Freigabe risikobehaftet sind. Für das Austrocknungsverhalten günstig erweisen sich dunkel gefärbte Abdichtungen. Das gilt sowohl für die Trocknung nach außen bei moderat diffusionshemmenden Bahnen als auch für die Trocknung nach innen beim Einsatz feuchteadaptiver Dampfbremsen und diffusionsoffenen raumseitigen Beplankungen. Reflektierende (extrem helle) Abdichtungen, die in letzter Zeit in südlichen Ländern aus Gründen des sommerlichen Wärmeschutzes eingesetzt werden, sind in Bezug auf die Austrocknung von Dächern kritisch zu bewerten.

1 Einleitung

Der Feuchteschutz von Flachdächern ist ein zentrales Thema, da das Wasser nicht wie bei einem Steildach der Schwerkraft folgend abfließen kann, sondern durch eine lückenlose Abdichtung daran zu hindern ist ins Gebäude einzudringen. Die Abdichtung führt bei konventionellen Dachaufbauten jedoch auch dazu, dass eingedrungene Feuchte so gut wie gar nicht nach außen wegtrocknen kann.

Feuchteeinträge während der Bauphase oder während der Nutzung z.B. durch Raumluftkonvektion bergen deshalb ein beträchtliches Schadensrisiko, wenn kein oder ein zu geringes Austrocknungspotential vorhanden ist. Durch die zunehmenden Anforderungen an die Energieeinsparung sind die Schadensrisiken weiter gewachsen, vor allem wegen der Verbesserung von Wärmedämmung und Gebäudedichtheit. Das liegt einerseits an der tendenziell höheren Raumluftfeuchte in dichten Gebäuden, andererseits nimmt durch die größeren Temperaturunterschiede zwischen innerer und äußerer Bauteiloberfläche die Gefahr von Tauwasserbildung zu.

Da weniger Wärme aus dem Raum in der Gebäudehülle ankommt, kann dort auch nur weniger Wasser verdunsten. Eine umfassende Analyse der klimatischen Bauteilbeanspruchungen ist daher wichtiger denn je. Standardlösungen, wie sie in Normen, Verbandsrichtlinien oder Produktbeschreibungen zu finden sind, berücksichtigen oft nur den Feuchteeintrag durch Dampfdiffusion und vernachlässigen alle anderen Feuchtequellen. Sie gehen auch grundsätzlich von normalen Raum- und Außenklimaverhältnissen aus.

Demgegenüber kann z.B. das Raumklima von Versammlungsstätten oder Schwimmbädern ganz andere Maßnahmen erforderlich machen. Auch die Verhältnisse auf dem Dach können im Vergleich zu den traditionellen Annahmen deutlich ungünstiger ausfallen. Besonders Dächer von verschatteten Gebäuden oder solchen in Hochlagen, deren Oberflächen sich auch im Sommer tagsüber nur wenig erwärmen, zeigen ein schlechtes Austrocknungspotential und damit auch eine geringere Feuchteschadenstoleranz.

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