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Mängel und Schäden aus der Bodenlegerpraxis. Probleme erkennen - verhindern - bewerten. von Steinhäuser, Wolfram (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2016
  • Verlag: Fraunhofer IRB Verlag
eBook (ePUB)
39,00 €
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Mängel und Schäden aus der Bodenlegerpraxis.

Die Ursachen für Mängel und Schäden in der Bodenlegerpraxis sind vielfältig, fallen aber stets auf das Image des Planers und der Fußbodenfirma zurück. Langes Streiten kostet außerdem meist mehr, als das Beseitigen der Mängel.

Der Autor erklärt in seinem Buch ausführlich die unterschiedlichsten Mängel, wie sie jeden Tag in der Praxis zu finden sind. Neben Schäden durch Feuchteeinwirkung und solche, die durch mangelhafte Untergründe oder Untergrundvorbereitungen entstehen, erläutert er außerdem Schäden, deren Ursache in einer fehlerhaften Verlegearbeit oder in der falschen Reinigung liegen.

Damit wird dieses Buch zu einem echten Hilfsmittel, um Fehler und Mängel zu vermeiden. Für Sachverständige und Bodenleger bietet es außerdem eine echte Unterstützung, um Schäden schneller ausfindig zu machen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 182
    Erscheinungsdatum: 18.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783816797753
    Verlag: Fraunhofer IRB Verlag
    Größe: 30093 kBytes
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Mängel und Schäden aus der Bodenlegerpraxis.

2. Mängel an Untergründen

2.1 Einleitung

Im Kommentar und den Erläuterungen zur DIN 18365 "Bodenbelagsarbeiten" [10] wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle verlegereifen Untergründe für Bodenbelagsarbeiten in ihrer Festigkeit und Tragfähigkeit den einschlägigen DIN-Bestimmungen entsprechen müssen. Der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten kann davon ausgehen, dass die Untergründe die Anforderungen im Hinblick auf Festigkeit und Belastbarkeit voll und ganz erfüllen. Prüfungen auf Druck- und Biegezugfestigkeit beispielsweise sind keine handwerksüblichen Prüfungen. Deshalb haben die Bodenleger nicht die Pflicht, solche Prüfungen vorzunehmen oder durchführen zu lassen. Werden solche Prüfungen erforderlich, muss der Bauherr/Auftraggeber/Architekt diese Prüfungen an dafür autorisierte Einrichtungen bzw. Sachverständige in Auftrag geben.
2.2 Oberflächenfestigkeit von mineralischen Untergründen

Bodenleger sind im Rahmen ihrer Prüfungs- und Hinweispflicht lediglich gehalten, die Oberflächenfestigkeit der Untergründe daraufhin zu prüfen und zu beurteilen, ob die von ihnen aufzubringenden Verlegewerkstoffe eine feste Verbindung mit dem Untergrund eingehen. Nicht ausreichend feste Oberflächen verhindern bekanntlich eine dauerhaft feste Arretierung der Grundierungen, Spachtel- und Ausgleichsmassen, der Kleber und der Oberbeläge am Untergrund. Durch die Untergrundvorbereitung und die Verlegewerkstoffe wird die Estrichkonstruktion/Lastverteilungschicht nur nach bestem Wissen und Gewissen verlegereif hergestellt. Der Parkett- und Bodenleger kann deshalb für alle Bruchzonen unterhalb der von ihm eingesetzten Verlegewerkstoffe keine Haftung übernehmen.

Zur Feststellung der Oberflächenfestigkeit mineralischer Untergründe stehen folgende Prüfmöglichkeiten zur Verfügung:

Visuelle Prüfung
Gitterritzprüfung
Drahtbürstenprüfung
Hammerschlagprüfung
Klebeprobe mit dem Oberbelag
Oberflächenzug- bzw. Haftzugfestigkeitsprüfung nach BEB-Merkblatt 11/2004.
Bei allen Prüfungen der Oberflächenfestigkeit ist zu bedenken, dass diese Prüfungen stichprobenartig erfolgen. Es ist unzumutbar, jeden Quadratmeter des mineralischen Estrichs auf Oberflächenfestigkeit zu prüfen. Hier sind Erfahrungen gefragt. Der Verarbeiter sollte aber in jedem Fall im Vorfeld alle Räume ablaufen und eine visuelle Kontrolle durchführen. Anhand dieser visuellen Prüfung lassen sich absandende, abmehlende und weiche Estrichoberflächen erkennen. Dies gilt auch für Sinterschichten, Kalkhäutchen und Verunreinigungen. Wenn Zweifel an der Oberflächenfestigkeit bestehen, muss der Bodenleger die Oberflächen mit den genannten Prüfmethoden überprüfen.

Grundsätzlich müssen alle kritischen und labilen Estrichoberflächen bzw. oberen Estrichrandzonen mechanisch entfernt werden. Das kann mittels folgender abtragender Verfahren erfolgen: Kehren, Bürsten, Schleifen, Fräsen und Kugelstrahlen.

Anschließend sind die so behandelten Untergründe mit einem Industriesauger abzusaugen. Auf der Baustelle muss dann vor Ort beurteilt werden, ob und welche Reaktionsharzgrundierungen eingesetzt werden sollen, um der Oberfläche des Estrichs die erforderliche Festigkeit zu verleihen. Diese Maßnahmen treffen für neu eingebaute als auch auf alte mineralische Estriche zu.

Bei den neu eingebauten mineralischen Estrichen sind vor allem zwei Untergründe auffällig, die immer wieder zu Diskussionen auf der Baustelle führen.

Neu eingebaute Zementestriche können beispielsweise eine Zementleimschicht besitzen, die nur über eine geringe Anbindung zum "gesunden" Zementestrich verfügen. Diese Zementleimschichten müssen in jedem Fall mechanisch entfernt werden.

Über die Oberflächenfestigkeit/Oberflächenbeschaffenheit von Calciumsulfatfließestriche wird am häufigsten auf der Baustelle diskutiert. In

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