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Goldrausch im All Wie Elon Musk, Richard Branson und Jeff Bezos den Weltraum erobern - Silicon Valley, NewSpace und die Zukunft der Menschheit von Schneider, Peter M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2018
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Goldrausch im All

Raumfahrt ist wieder sexy. Während sich herkömmliche Milliardäre um die Größe ihrer Superjachten streiten, machen Amazon-Chef Jeff Bezos, Virgin-Besitzer Richard Branson und SpaceX- und Tesla-Gründer Elon Musk Schlagzeilen mit Raketen. Die extrovertierten Space-Gurus pumpen Milliarden Dollar in ihre Raumfahrt-Unternehmen und läuten womöglich eine neue Epoche der Menschheit ein. Der Mensch greift wieder nach den Sternen, ausgelöst durch die Privatisierung und Digitalisierung der Raumfahrt. Ein Hotel im Orbit, ein Dorf auf dem Mond, eine Mission zum Mars - seit Apollo 11 war der 'Deep Space' nicht mehr so in Reichweite. Die aktuelle Entwicklung hat zudem alles, was eine epische Geschichte ausmacht: ein großes Ziel, einen Kampf der Giganten, den Einsatz 'alles oder nichts', die Welt als Publikum und den größten aller Preise - ewiger Ruhm. Peter M. Schneider, studierter Geowissenschaftler, arbeitet seit fast zwanzig Jahren als Wissenschaftsjournalist, u. a. für 'Spektrum der Wissenschaft', die 'Welt' und 'MensHealth.de', dort zuletzt als Redaktionsleiter. Obschon immer von Planeten und Sternen begeistert, kam er das erste Mal während seines Zeitungsvolontariats mit der echten Raumfahrt in Berührung, als er den damaligen deutschen ESA-Astronauten Thomas Reiter interviewte. In einem Kommentar schrieb er schon 2001, dass Raumfahrt bald keine Prestigesache mehr, sondern in einigen Jahren knallhartes Geschäft sein würde. Seitdem hat den 45-Jährigen dieses Thema nicht mehr losgelassen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 26.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960921455
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 18477 kBytes
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Goldrausch im All

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"Ich möchte einfach an die Zukunft denken und dabei nicht traurig werden." Elon Musk auf die Frage, warum er die Raumfahrt und andere Zukunftstechnologien vorantreibt. T OR FÜR E LON M USK

Cape Canaveral, Florida, 22. Dezember 2015, 1:29 UTC. Eine Falcon 9 startet in den nächtlichen Himmel. Elon Musk verfolgt den Start von einem kleinen Kontrollraum aus, und der Zuschauer sieht, wie er besorgt jede Statusmeldung der Rakete aufsaugt. 4 Seine Nervosität ist echt. Kein Wunder, noch ein paar Raketenabstürze und sein Traum von den Sternen hat sich erledigt. Er rennt ins Freie, um zu sehen, was passiert. Schließlich trennt sich die erste Raketenstufe und fällt zur Erde zurück, die Oberstufe zündet und fliegt weiter ins All. Im Kontrollraum bricht Jubel aus, die Raketenbauer liegen sich in den Armen. Musk starrt in den schwarzen Himmel und fängt an zu zweifeln, ob die erste Stufe heil zurückkehrt. "This is bad!", ruft er, obwohl er kaum wissen kann, ob irgendwas schlecht läuft - die fallende Stufe ist nichts weiter als ein kleiner fallender Lichtpunkt am Himmel. Dann zündet das Triebwerk, die Landebeine schwenken aus, und der untere Teil der Rakete landet ohrenbetäubend laut auf der Erde. "It's standing up!" Musk rennt jubelnd zurück in den Kontrollraum und klatscht seine Mitarbeiter ab. Ein kleiner Junge, der sich freut, dass er ein Tor geschossen hat. Und was für eins. Der Falcon-9-Flug-20 5 war kein normaler, denn das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt landete die erste Stufe einer Rakete nach dem Start wieder auf der Erde. Elon Musk hatte allen Grund, sich wie ein Kind zu freuen. Selbst Milliardäre wie Musk, Galionsfigur der neuen Raumfahrt, verwandeln sich im Erfolg wie in der Niederlage schlagartig zu gewöhnlichen Menschen mit gewöhnlichen Gefühlen. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zur herkömmlichen Raumfahrt mit den betont sachlichen Raumfahrt-Agenturen NASA und ESA sowie seriös gesichtslosen Riesenunternehmen wie Airbus I und Boeing, die die wahren Emotionen ihrer Erfolge und Misserfolge hinter einer undurchdringlichen Wand aus perfekter Public Relation verstecken. II Musk und eine Reihe weiterer sehr reicher Menschen sind daher der sichtbarste Teil einer Raumfahrt-Geschichte, wenn nicht sogar Menschheitsgeschichte, die gerade geschrieben wird. Sie rührt an den Emotionen der Zuschauer, weil hier echte Menschen agieren - und weil die Fallhöhe der Erfolgreichen und Superreichen besonders hoch ist. Und weil einige der Space Billionaires, wie sie in der englischsprachigen Welt genannt werden, öffentlichkeitswirksam fantastische Bilder über die Eroberung des Weltalls und sogar seine Besiedelung entwerfen. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit den Motiven und Zielen dieser Reichen. Wer sind diese Menschen, die wie absolute Monarchen der Neuzeit in ihren Unternehmensreichen herrschen? Ist es realistisch, dass wir ein Raumschiff von Elon Musk auf dem Mars landen sehen? Wird es normal sein, dass wir uns schon bald einen Kurztrip für das Touristen-Raumschiff von Richard Branson kaufen wie einen Hubschrauberrundflug übers Matterhorn? Sind Musk und Branson nur die bunten Attraktionen im Kosmos der Raumfahrt oder erschaffen sie nachhaltig eine neue Raumfahrt-Wirtschaft? Fest steht, sie treiben die traditionelle Raumfahrt, wenn es denn so etwas gibt, vor sich her. Die stärksten Impulse in der Raumfahrt kommen derzeit nicht von den üblichen Verdächtigen, prominenten Astronauten und mächtigen Raumfahrt-Managern von NASA und ESA. Sondern von privaten Unternehmen, die ihr Geld außerhalb der Raumfahrt gemacht haben. Nicht weniger als 25

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