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SPACE2015 Das aktuelle Raumfahrtjahr mit Chronik 2014 von Reichl, Eugen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.11.2014
  • Verlag: Verein zur Förderung der Raumfahrt
eBook (PDF)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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SPACE2015

SPACE2015 - Das Rahmfahrtjahrbuch. Die 12.Ausgabe des Raumfahrt-Klassikers. Samantha Cristoforetti und der Tiuterra-Kristall im All +++ Raumsonde Rosetta erreicht 'Churi' +++ Ariane 6?: Wo bitte, geht's zum neuen Träger? +++ Raumschiff Orion: Zum Mond und noch viel weiter +++ Die Katastrophe von Xichuan +++ Ein Plädoyer für die Venus +++ Gravity - der Weltraum ist ein Dorf +++ Die geheimnisvolle N1 +++ Godspeed Scott Carpenter star +++ Wettbewerb +++ Raumfahrtchronik +++ Raumfahrt-Statistik 2013 +++ Vorschau 2014 +++ und vieles mehr...

Eugen Reichl arbeitet als Raumfahrtexperte bei Astrium. Als Sachbuchautor (u.a. für den Motorbuchverlag und SPACE) hat er die Gabe, Raumfahrt pointiert, verständlich und spannend zu vermitteln. Auch im Radio (z.B. Bayern 2) ist er für Raumfahrtthemen ein gefragter Interviewpartner.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 332
    Erscheinungsdatum: 23.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944819068
    Verlag: Verein zur Förderung der Raumfahrt
    Größe: 91098 kBytes
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SPACE2015

Kometen, Samantha und Tiuterra

Samantha Cristoforetti mit den Tiuterra-Kristallen, die sie in den Weltraum mitnehmen wird - Bildquelle: Mareike Tocha

Der 28. August 2014 stellte sicherlich eine interessante Abwechslung für die italienische ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti dar. Es war auf jeden Fall aber ein ganz besonderer Tag für das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) und den österreichischen Kristallhersteller Swarovski. Die 37jährige Italienerin ist eine ehemalige Militärpilotin der Aeronautica Militare. Sie hat einen Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik, ist seit 2009 ESA-Astronautin und trainiert derzeit für den Flug von Sojus TMA-15M, der sie zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen wird. Da wird sie als Mitglied der ISS-Expeditionen 42 und 43 insgESAmt sechs Monate lang leben und forschen.

Samantha Cristoforetti nahm an diesem Tag drei kleine Kristalle in Empfang. Deren Hersteller, das globale Kristall-Unternehmen Swarovski, entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit Schmuck, hochwertiges Kristall, echte Edelsteine und synthetische Schmucksteine, sowie eine Vielfalt an Accessoires und Beleuchtungslösungen rund um das Thema "Kristall". In Cristoforettis Kristalle haben die Innsbrucker ein ganz besonderes Material eingeschlossen: Mars-
Gestein. Samantha Cristoforetti wird dieses Material für die Dauer ihrer Mission dahin zurückbringen, wo es herkam: In den Weltraum.

Die wertvollen Objekte sind eine Leihgabe, denn nach ihrer Mission wird die italienische Astronautin sie wieder zurückgeben. Sie werden nach ihrer Zeit als "Kristallonauten" eine zweite Karriere als Museums- und Ausstellungsstücke beginnen und sollen als "Weltraum-Botschafter" die Welt bereisen.

Rechts die "Normalversion" des Tiuterra-Kristalls, von dem 100 Stück existieren. Links die "Spezialversion", die speziell für Samantha Cristoforetti hergestellt wurde - Bildquelle: Mareike Tocha

Die Idee für diese Aktion, die kulturelle und technische Aspekte der bemannten Raumfahrt zusammenführt, stammt vom Österreichischen Weltraum Forum, einem Netzwerk von Raumfahrtspezialisten und Raumfahrtinstitutionen. Sie war beeinflusst vom Motto der World Space Week 2013 der Vereinten Nationen: "Den Mars erforschen, die Erde entdecken" (Exploring Mars, Discovering Earth). Im Rahmen dieser Veranstaltung, die weltrauminteressierte Menschen auf der ganzen Welt erreichte, wurde ein Aufruf zum Sammeln von Gesteinsproben gestartet. 32 Proben seltenen Materials gingen daraufhin ein. Doch eine dieser Gesteinsproben wurde zwar auf der Erde gefunden - in Marokko, um genau zu sein - stammt aber ursprünglich nicht von unserem Heimatplaneten. Sie hat ihren Ursprung auf dem Mars, denn es handelt sich um einen der äußerst seltenen Mars-Meteoriten.

Das war dann die Stelle, an der das Familienunternehmen Swarovski gewonnen werden konnte, um die Aktion im wahrsten Sinne des Wortes in eine "greifbare" und "begreifbare" Form zu bringen. Die Tiuterra-Aktion passt auch gut in das Selbstverständnis des Unternehmens. Denn neben der wirtschaftlichen Ausrichtung - Swarovski ist ein großer Konzern, ein Arbeitgeber für mehr als 24.000 Mitarbeiter - vertritt das Haus auch wichtige kulturelle Grundsätze. Die Firma unterhält die "Swarovski Foundation für Kreativität und Kultur". Einer der Stiftungswecke besteht darin, die Öffentlichkeit für die Herkunft und den Schutz natürlicher Ressourcen zu sensitivieren. Da passte die Aktion des Österreichischen Weltraum Forums hervorragend hinein. Sie macht nämlich auf einen Umstand aufmerksam, der uns nicht sofort geläufig ist. Auf die Tatsache nämlich, dass jegliche natürliche Ressource, über die wir auf der Erde verfügen, aus ein- und demselben Urmaterial stammt: aus der protoplanetaren Scheibe unseres Sonnensystems.

Bei der Übergabe der Tiuterra-Kristalle im Europäischen Astronautenzentrum in Köln-Porz, vor dem Trainingsmodell des Columbus-Moduls der Intern

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